Giftpflanzen

Inhalt:

Allgemeine Informationen über Giftpflanzen
Giftpflanzen von A-G
Giftpflanzen von H-Q
Giftpflanzen von R-Z



Allgemeine Informationen über Giftpflanzen

Die Aufnahme bestimmter Giftpflanzen kann für Pferde schwere Gesundheitsschäden oder gar den Tod zur Folge haben. Besonders gefährdet sind Stallpferde, die im Verlauf der Domestikation den Instinkt ihrer wilden Vorfahren gegen schädliche Pflanzen verloren haben. Freilebende Robustpferde meiden Giftpflanzen fast immer.
Trotzdem sollte man sie grundsätzlich von bekannten giftigen Pflanzen fernhalten. Erschöpfte, sehr hungrige oder aufgeregte Pferde vergessen mitunter ihren guten Riecher und fressen bedenkenlos alles erreichbare Futter in sich hinein.
Die meisten Giftpflanzen sind auch in getrocknetem Zustand noch gefährlich. Sie dürfen deshalb nicht im Heu enthalten sein. Pferde nehmen bei der Heufütterung den Duftstoff nur noch sehr schwach oder gar nicht mehr wahr und sortieren deshalb die unzuträglichen Bestandteile nicht aus.

!!! Beim geringsten Verdacht einer Vergiftung ist ohne Zögern ein Tierarzt zu rufen !!!

Viele Pflanzengifte sind tödlich, wenn nicht in kürzester Zeit die richtigen Medikamente verabreicht werden.

Hilfreich ist es, wenn man genau weiß:

1. Welche Pflanze hat das Pferd gefressen?
2. Wieviel Blätter/Früchte/Rinde der Pflanze hat das Pferd gefressen?
3. 1 Exemplar der verdächtigen Pflanze für den Tierarzt aufbewahren!

Hinweise auf eine mögliche Vergiftung:

• Atemnot
• blutiger Harn
• starker Speichelfluss
• Taumeln
  aber auch eine
• Kolik

Zum Seitenanfang

Giftpflanzen von A-G

Giftpflanzen alphabetisch nach dem deutschen Namen
Bilder
Adonisröschen (Adonis vernalis)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:



  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Frühlings-Adonisröschen, Teufelsauge, Frühlingsteufelsauge,
Falsche fenchelblättrige Nieswurz
Das Adonisröschen ist ein mehrjähriges Kraut, das ca. 10-30cm hoch ist. Die Blätter sind 2- bis 4fach gefiedert mit schmal linealen Zipfeln. Die Blüten sind groß, zitronen- bis goldgelb und nur im Sonnenschein vollständig geöffnet.
Herzwirksame Glykoside (Adonidosid, Adonivernosid, Cymarin, Adonitoxin), Flavonglykosid
nicht bekannt
Sonnige Hügel, Heidewiesen, kalkliebend
Bilsenkraut, Schwarzes (Hyoscyamus niger)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:



  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Schlafkraut, Zigeunerkraut, Hühnertod
Das Bilsenkraut ist ein ein- oder mehrjähriges Kraut, das ca. 30-80cm hoch ist. Die Blätter sind eiförmig-länglich, buchtig, gezähnt. Die Blüten sind schmutzig gelb mit violettem Adernetz, in einseitswendigen beblätterten Wickeln.
Nervenlähmend durch Tropa-Alkaloide Hyoscyamin, Atropin, Scopolamin, Gerbstoffe
180-360 g frische Pflanze
Schutthalden, Komposthaufen, Wegränder, Waldlichtungen
Buchsbaum, Immergrüner (Buxus sempervirens)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:
  Standort:
Buchsbaumgewächse (Buxaceae)
Buchs, Beetzaun, Grabkraut
Der Buchsbaum ist ein dicht verzweigter Strauch bzw. kleiner Baum, der zwischen 15cm bis 7m hoch ist. Die gegenständigen Blätter sind lederartig und rundlich-oval mit dunkelgrün glänzender Oberseite, unten hellgrün. Die Blüten sind klein, gelblich und wohlriechend. Die Früchte sind harte dreihörnige zuerst grüne, dann schwarzbraune Kapseln.
Lämung durch Hauptalkaloid Buxin (Cyclobuxin)
700-900 g frische Blätter
Sonnige Abhänge, Felsgebüsche, Waldlichtungen, kalkliebend
Buschwindröschen (Anemone nemorosa)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:



  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Augenwurz, Waldteppich, Weisse Windblume, Weisse Osterblume, Weisses Buschveilchen, Waldhähnchen
Das Buschwindröschen ist ca. 5-25cm hoch und bildet seine dreiteiligen, tief eingeschnittenen Blätter im Februar. Die ungefähr 2-4cm breiten Blüten sind weiß-gelblich bis rosafarben und blühen im März/April.
Glykosid Ranunculin, nach dem Welken oder Verletzen der Pflanze entsteht das toxische Protoanemonin
nicht bekannt
Laub- und Mischwälder, Gebüsche, Wiesen
Christrose (Helleborus niger)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Schneerose, Schwarze Nieswurz
Die Christrose ist eine ca. 15-30cm hohe Pflanze mit aufrechtem Stengel. Die handförmigen, 7- 9teiligen Blätter sind im vorderen Teil scharf gesägt. Die ca. 6-8cm breiten Blüten sind weiß-rötlich und zwischen Dezember und Februar zu sehen. Zwischen den Blütenblättern steht ein Kreis tütenförmiger, gelbgrüner Honigblätter (Nektardrüsen).
Herzlähmend durch Glykoside Helleborin und Hellebrin, Saponin Helleborin, Ranunculoside
8-10 g frische Wurzel
Laubholzreiche Bergwälder und Gebüsche, Gartenzierpflanze
Efeu (Hedera helix)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Efeugewächse (Araliaceae)
Eppig, Grabefeu, Wintergrün
Das Efeu ist ein immergrüner, kriechender oder kletternder Strauch, der bis 15m hoch werden kann. Die Blätter an nichtblühenden Trieben sind 3- bis 5lappig, an blühenden rautenförmig und ungelappt. Die Blüten sind gelb-grünlich und halbkugelig in kleinen Dolden, die sich zu mattschwarzen Früchten entwickeln.
Saponine alpha- und beta-Hederin, Falcarinol, Didehydrofalcarinol, Sesquiterpene
nicht bekannt
Wälder, Mauern/Felsen, als Zier- und Zimmerpflanze
Eibe (Taxus baccata)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Eibengewächse (Taxaceae)
Roteibe, Taxusbaum, Bogenbaum, Ifenbaum
Die Eibe ist ein ca. 3-15m hoher, immergrüner Baum mit rotbraunem Stamm. Die flachen Blätter sind nadelförmig, einzelstehend und ca 2-3cm lang. Die männlichen Blüten sind kugelförmig & gelblich, die weiblichen sind unscheinbar grünlich an der Zweigunterseite. Die Früchte sind blauschwarze Samen in einem kaminroten Samenmantel.
Atem- & herzlähmend durch Alkaloidgemisch Taxin, Millosin, cyanogenem Glycosid (10-40 mg/kg) Taxicatin, Ameisensäure
0,2 g Nadeln/kg Körpergewicht oder 100-200 g Nadeln/Tier Schattige Mischwälder und in Gebirgen bis 1200m
Eisenhut, Blauer (Aconitum napellus)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Hahnenfußgewächse (Ranuncunlaceae)
Fuchswurz, Giftkraut, Mönchskappe, Sturmhut
Der Eisenhut ist ein ausdauerndes, ca. 60-150cm hohes Gewächs. Die handförmigen Blätter sind 5- bis 7teilig und glänzend. Die blauvioletten Blüten sind helmartig in endständigen Trauben, wobei die Traubenspindel und Blütenstiele behaart sind.
Atemlähmung durch Tetra- bzw. pentacyclische Diterpenalkaloide, wie z.B. Aconitin und Napellin
200-400 g frische Pflanze oder 350 g getrocknete Wurzel
feuchte Weiden, Gebirgswälder bis 3000m, als Zierpflanze
Fingerhut, Roter (Digitalis purpurea)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:


  Lethale Dosis:
  Standort:
Rachenblütler (Scrophulariaceae)
Handschuhkraut, Potschen, Waldglocke, Waldschelle
Der zwei- oder mehrjährige Fingerhut wird bis zu 120cm hoch und blüht zwischen Juni und September. Die Blüten sind glocken- oder trichterförmig, purpurfarben, innen gefleckt und behaart. Die wechselständigen, am Rand gekerbten Blätter sitzen am aufrechten, unverzweigten Stengel.
Herzlähmend durch Purpureaglycosid, Gitoxin, Digitoxin, Gitoxigenin, Digitonin, Gitonin u.a.
Trocknen, Lagern oder Kochen inaktiviert die Toxine nicht !!!
25 g trockene oder 100-200 g frische Blätter
sonnige Berghänge, lichte Wälder, als Zierpflanze
Flechtstraußgras (Agrostis stolonifera)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:
  Standort:
Süßgräser, Rispengrasgewächse (Poaceae)
Kriechendes Straußgras, Weißes Straußgras
Das Flechtstraußgras ist ein bis 70cm hohes, ausläuferbildendes Gras in lockeren Horsten mit aufrechten oder knickig aufsteiegenden Stengeln. Die grünen, schmalen Blattspreiten sind allmählich zugespitzt. Die Rispenäste stehen auch nach der Blüte, die im Juni-August ist, der sehr kleinen einblütigen und meist rot überlaufenden Ährchen ab.
nicht bekannt
nicht bekannt
Trockenwiesen und -gebüsche
Goldregen (Laburnum anagyroides; Cytisus laburnum)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
Bohnenbaum, Gelbstrauch, Goldrausch, Kleebaum
Der Goldregen ist ein bis zu 6m hoher Strauch oder Baum mit dreizählig, büscheligen, kleeähnlichen Blätter. Die goldgelben, bis zu 25cm langen, Blütentrauben hängen zwischen Mai und Juli herab. Als Früchte werden rund 15cm lange Hülsen mit braunen Samen gebildet.
Atemlähmung durch Alkaloide Cytisin, Laburnin, Laburnamin, N-Methylcytisin. Auch getrocknet toxisch!
500 g Samen je kg Körpergewicht
trockene, sonnige Hänge, kalkliebend, als Zierpflanze
Gundelrebe (Glechoma hederacea)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:






  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:
  Standort:
Lippenblütler (Limiaceae)
Gundermann, Erd-Efeu, Udram
Die ausdauernde Gundelrebe ist eine etwa 15-40cm hohe Pflanze, deren nieren- bis herzförmige Blätter kreuzgegenständig, gekerbt und immergrün sind. Die ca. 1-2cm langen Blüten sind blauviolett (selten weiss), in einseitswendigen Scheinquirlen und zwischen April und Juni zu finden. Als Früchte werden kleine Nüsse gebildet, die aus vier einsamigen Teilfrüchten bestehen.
Cholin, Glechomin, Saponin, Gerbstoffe, ätherisches Öl
nicht bekannt
Wiesen, Wälder, Gebüsche, Zäune, Mauern

Zum Seitenanfang
Giftpflanzen von H-Q

Hahnenfuß (Ranunculus spp.)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Butterblume, Gift-Hahnenfuss
Der Hahnenfuß ist je nach Art ca. 15cm-1m hoch und blüht gelblich zwischen Mai und September. Je nach Art wächst der Hahnenfuß aufrecht oder kriechend am Boden.
Symptome: Unruhe bis Tobsucht, Speicheln, Husten, Kolik, Schluckbeschwerden, Nasenausfluss, Maulschleimhaut und Lippen gerötet und geschwollen, Durchfall.
Anemonin, Protoanemonin (entsteht aus Ranunculin bei Schädigung der Pflanze). Im Dürrfutter nicht mehr toxisch.
ca. 120-200 mg Protoanemonin je kg Körpergewicht
Wiesen, Wegränder, Grasplätze, Teichufer, Sumpfwiesen
Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:
  Standort:
Liliengewächse (Liliaceae)
Giftkrokus, Nackende Jungfer, Spinnblume, Uchtblume, Lichtblume, Michelsblume, Strockenbrod, Wiesensafran
Die etwa 5-20cm hohe Herbstzeitlose ist ein mehrjähriges Kraut. Die Blüten in hellrosa oder gelegentlich auch weißer Farbe erscheinen zwischen August und Oktober. Die Blätter sind breit-lanzettlich und entwickeln sich mit den Fruchtkapseln, in denen sich viele schwarze Samen mit klebrigen Anhängseln befinden, im Frühjahr.
Alkaloide Colchicin, Colchicein, Colchicosid, Demecolcin
nicht bekannt
Wiesen, feuchte Wälder (bis in die Voralpen)
Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:

Korbblütler (Asteraceae)
Jakobs-Greiskraut
Das Jakobs-Kreuzkraut ist eine ca. 30-100cm hohe, zweijährige oder ausdauernde Pflanze. Die Blätter sind fiederteilig, wobei die Seitenzipfel rechtwinklig abstehen. Die goldgelben Blüten, die wir im Juli-August sehen, sind Zungen- und Röhrenblüten in 15-20mm breiten Körbchen.
Pyrrolizidinalkaloide: Jacobin, Jacozin, Senecionin, Retrorsin, Seneciphyllin, Senkirkin; Oxalate
Aufnahme von 4-8% des Körpergewichts an Frischpflanze
Wegränder, Waldränder, sonnige Hänge, Wiesen.
Senecio-Hybriden als Zimmerpflanzen.
Kartoffel (Solanum tuberosum)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Erdapfel, Grumbeere
Die Kartoffel ist eine ca. 40-120cm hohe Staude, deren Blätter gefiedert sind. Die Blüten sind weiss oder blau, radförmig, fünflappig in gestielten Wickeln. Man sieht sie zwischen Juli und Oktober. Die oberirdischen Früchte sind kugelig, etwa kirschgross und gelblich-grün.
Symptome: Gastroenteritis, schwacher Puls, rascher Tod
Solanin, Chaconin (steroidale Glycoalkaloide) und Solanidin (Aglycon), Cholin, Acetylcholin
nicht bekannt
Kulturpflanze
Lebensbaum, Abendländischer (Thuja occidentalis)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Zypressengewächse (Cupressaceae)
Friedhofsbaum, Hecken-Thuja, Lebenszaun
Der Abendländische Lebensbaum ist ein mitunter mehrstämmiger, bis 30m hoher Baum mit dichter, kegelförmiger Krone. Die schuppenförmigen Blätter stehen in 4 Längszeilen und sind mattgrün und duften beim Zerreiben leicht nach Gewürznelke. Die weiblichen Blütenstände reifen im März-April zu etwa 1cm langen Zapfen.
Thujon, Fenchon, Sabinen (bizyklische Monoterpen), Terpineol-4, Ätherisches Öl, Bitter- und Gerbstoffe
nicht bekannt
immergrüner Zierbaum, Hecken, Gärten
Liguster (Ligustrum vulgare)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Ölbaumgewächs (Oleaceae)
Rainweide, Tintenbeere
Der Liguster ist ein bis zu 3m hoher Strauch mit rutenförmigen, biegsamen Zweigen. Die lederigen Blätter sind dunkelgrün mit kräftiger Mittelrippe. Die 4-zähligen weißen Blüten, welche im Juni-Juli zu sehen sind, bilden lockere, endständige Rispen und duften streng. Sie reifen zu glänzend schwarzen Steinfrüchten.
Ligstrosid, Oleuropein, Nüzhenid, Secoiridoid-Glucosid, Tannine
100-150 g Pflanze
Waldränder, Hecken, Gartenzierpflanze (kalkliebend)
Lorbeer (Laurus nobilis)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Lorbeergewächse (Lauraceae)
Echter Lorbeerstrauch
Der Lorbeer ist ein immergrüner Strauch oder Kleinbaum, der bis zu 3m hoch werden kann. Die dunkelgrünen, ledrigen Blätter sind wechselständig, ca. 8-15cm lang und werden als Gewürz verwendet. Die unscheinbaren gelblichen Blüten erscheinen bei älteren Pflanzen von März-Mai.
frische Blätter enthalten das cyanogene Glycosid Prunasin. Der Lorbeer ist nur wenig oder schwach giftig.
nicht bekannt
Kübelpflanze, die gern an halbschattigen Plätzen wächst
Lupine (Lupinus spp.)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:



  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:

  Standort:
Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
weisse/blaue/gelbe/vielblättrige/schmalblättrige Lupine, Bitterbohne, weisse Feigbohne, Wolfsbohne
Die Lupine ist je nach Art zwischen 30-120cm hoch und blüht verschiedenfarbig in aufrechten Trauben zwischen Juni und September. Die dunkelgrünen Blätter sind 5- bis mehrzählig gefingert und nur unterseits oder sogar beiseitig behaart.
Quinolizidin-Alkaloide wie Lupanin, Spartein, Anagyrin, Augustifolin, Lupinin, Albin, Multiflorin
Samen 0,25-0,5% des Körpergewichts oder
Hülsen mit Samen 1,5% des Körpergewichts
Waldränder, Futter- und Gründüngungspflanze, Zierpflanze
Nachtschatten, Bittersüßer (Solanum dulcamara)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Bittersüß
Der Nachtschatten ist ein bis zu 3m hoch kletternder Halbstrauch, der wechselständige, länglich-eiförmige Blätter hat. Die violetten Blüten, die man von Juni-September sehen kann, haben gelbe Staubblätter und stehen in einer Doldentraube. Die hängenden Früchte sind rote eiförmige Beeren, deren Geschmack süßlich bitter ist.
Alkaloidgemisch mit Solanidin, Soladulcin, Solamarin, Soladulcidin, Solamargin, Solasodin, Tomatidin u.v.a.
nicht bekannt
feuchte Gebüsche, Gräben, Ufern, Waldrändern, Auwäldern
Oleander (Nerium oleander)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Rosenlorbeer
Der immergrüne Oleander ist ein bis zu 5m hoher Strauch oder Baum und hat lanzettförmige in dreizähligen Quirlen oder gegenständig angeordnete Blätter. Die Blüten sind weiß, rosa-rot oder gelb und erscheinen in trugdoldigen Rispen je nach Standort von Sommer-Herbst. Die Früchte sind bis etwa 15 cm lange, schotenartig verlängerte Balgkapseln.
Herzlähmend durch Glykoside Oleandrin und Neriosid.
Auch getrocknet giftig !!!
15-20g (etwa 20-60 Stück) grüne Oleanderblätter
als Zimmer- und Gartenpflanze
Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Spindelbaumgewächse (Celastraceae)
Pfaffenkäpplein, Pfaffenröschen, Spindelstrauch, gemeiner Spindelbaum, Spillbaum
Das Pfaffenhütchen ist ein sparriger, 2-6m hoher Strauch oder Baum mit gegenständigen, ei-lanzettlichen Blättern, die dunkelgrün und im Herbst dunkelrot sind. Die unauffällig grünlichen Blüten, die man von Mai-Juni sehen kann, reifen zu kaminroten Kapselfrüchten mit orangerotem Samenmantel.
Steroidglycoside Evonosid, Evobiosid, Evomonosid (Cardenolid-Typ), Evonin (Alkaloid), Lectine, Triterpene
nicht bekannt
lichte Wälder, Waldränder, Hecken, Gebüsche, feuchtliebend
Quecke, Gewöhnliche (Agropyron repens)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:






  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:
  Standort:
Süßgräser, Rispengrasgewächse (Poaceae)
Kriechende Quecke, Hundsgras, Spitzgras, Zwecke, Paier
Die gewöhnliche Quecke ist ein formenreiches, mit bleicher Grundachse und Ausläufern wachsendes, bis zu 1m hohes Gras. Die mattgrünen, manchmal bläulich bereiften Blätter sind oberseits kurz behaart und an der Blattscheide kurz geöhrt. Die aufrechten Ähren, welche zwischen Juni-August zu sehen sind, sind dicht mit elliptischen, zusammengedrückten Ährchen besetzt.
Saponin
nicht bekannt
an Wegränder, Äckern und Gärten

Zum Seitenanfang
Giftpflanzen von R-Z

Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:
  Standort:
Süßgräser, Rispengrasgewächse (Poaceae)
Gewöhnliche Rasenschmiele, horstbildende Schmiele
Die Rasenschmiele ist ein bis zu 2m hohes, in dichten Horsten wachsendes Gras mit bogig überhängenden Halmen. Die bis 5mm breiten Blätter sind grün, wellblechartig längs gerippt und haben schmale Blatthäutchen mit rauem Rand. Die zierlichen Blüten sind grün bis braun und zwischen Mai-August zu sehen.
nicht bekannt
nicht bekannt
feuchten Wiesen und Wälder, an Teich- und Bachrändern
Rhododendron (Rhododendron spp.)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Heidekrautgewächse (Ericaceae)
goldgelbe/sibirische/rostblättrige Alpenrose, Gichtrose, Azalee
Der immergrüne Rhododendron ist ein bis zu 1m hoher Strauch, Zierstraucharten auch höher. Die wechselständigen Blätter sind elliptisch oder lanzettlich angeordnet. Die gelb, purpurn, weiss oder roten Blüten sind trichterförmig, fünf-zipflig und in Doldentrauben zwischen Juni-August zu sehen.
Rhododendrin, Rhododendrol (Aglykon), Andromedotoxin (Grayanotoxin), Ursolsäure, Arbutin, Tannin, Gallussäure
nicht bekannt
Zierstrauch in Gärten, wild nur im Hochgebirge (Alpenrosen)
Robinie (Robinia pseudoacacia)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:
  Standort:
Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
Scheinakazie, unechter Akazienbaum, Wunderbaum, Süssholzbaum, Heuschreckenbaum, Virginischer Erbsenbaum
Die Robinie ist ein 10-25m hoher Baum mit hellgrau bis dunkelbrauner Rinde und bis zu 30cm langen Blättern, die 9-21 elliptische Teilblättchen haben. Im Mai-Juni hängen in blattachselständigen Trauben die wohlriechenden, meistens weißen Blüten. Die 5-10cm langen, flach bohnenförmigen Hülsenfrüchte haben ca. 4-10 Samen pro Hülse.
Nervenlähmend durch Robinin, Robin & Phasin (Toxalbumine)
ca. 150g Rinde
Waldränder, lichte Mischwälder, Böschungen, Zierbaum
Sadebaum (Juniperus sabina)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Zypressengewächse (Cupressaceae)
Stink-Wacholder, Giftwacholder, Sadel, Sevibaum, Segelbaum, Siebenbaum, Rossschwanz, Kindermord
Der immergrüne Sadebaum ist ein niederliegender Strauch mit zunächst nadelförmigen, dann schuppenartigen Blättern. Die unscheinbar gelblichgrünen Blüten sind im April-Mai zu sehen. Die eiförmigen Früchte sind etwa erbsengroße schwarze, blaubereifte Beerenzapfen.
Ätherische Öle: Sabinen, Sabinylacetat, Sabinol, zyklische Monoterpene, Gerbstoffe, Bitterstoffglycosid Pinipicrin
nicht bekannt
Hochgebirgspflanze, Ziergewächs
Schierling, Gefleckter (Conium maculatum)

  Familie:
  weitere Namen:


  Beschreibung:



  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Doldengewächse (Umbelliferae), Doldenblütler (Apiaceae)
Wiener/Erd/Apotheker-Schierling, Becherkraut, Wütherich, Berstekraut, Ziegenkraut, Dollkraut, Vogeltod, Kälberkern, Teufels/Katzen-Peterlein, Karussellpflanze, Mäusedolde
Der Schierling ist eine bis 2m hohe Pflanze mit kahlem, in seinem unteren Teil dunkelrot gefleckten Stengel. Die in zahlreichen 10-20straligen Dolden stehenden, weißen (selten roten) Blüten sind zwischen Juni-September zu sehen.
Coniin & Gamma-Conicein (Hauptalkaloide), Conhydrin, Pseudoconhydrin, Methylconiin (Nebenalkaloide).
3-5 kg frische Pflanzen pro Tier
Ufergebüsche, Hecken, Mauern, Gärten, Wiesen, Wegränder
Schöllkraut (Chelidonium majus)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Mohngewächse (Papaveraceae)
Großes Schöllkraut, Warzenkraut, Schellkraut, Gilbkraut, Goldkraut, Trudenmilch
Das Schöllkraut ist eine 30-100cm hohe ausdauernde Pflanze mit einfach gefiederten Blättern. Die goldgelben, ca. 2cm grossen, radiären Blüten erscheinen zwischen Mai-Oktober in lockeren, langgestielten Dolden. Die Früchte sind Schoten mit schwarzbraunem Samen.
Alkaloide wie Chelidonin, Berberin, Coptisin, Chelerythrin, Sanguinarin, Protopin, Spartein, Flavonoide und Phenolsäuren
nach Gaben bis zu 500g Schöllkraut pro Tag nur Polyurie
Mauern, Weg- und Waldrändern, unter Gebüschen
Seidelbast, Gemeiner (Daphne mezereum)

  Familie:
  weitere Namen:



  Beschreibung:



  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:
  Standort:
Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae)
Gemeiner Kellerhals, Beißbeere, Deutscher (Berg)Pfeffer, Pfefferstrauch, Kellersalz, Zindelbast, Wolfsbast, Ziegling, Läusekraut, Scheißlorbeere, Brennwurz, Rochbeere, Zeiland, Thymelär, Damar, Alpenflieder
Der Seidelbast ist ein bis 150cm hoher Strauch mit kurz gestielten, lanzettlichen Blättern. Die rosa-roten Blüten sind 4zipflig und im März-April zu sehen. Die erbsengroßen Früchte sind einsamige, zuerst grüne und dann rote Beeren.
Mezerein, Daphnetoxin, Harz, Daphnin (Coumarin-Glycosid)
30g Rinde - Auch getrocknet toxisch !!!
Laub/Nadel/Mischwälder, Bergland, Bachufer, Zierstrauch
Stechapfel, Gemeiner (Datura stramonium)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:

  Standort:
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Asthmakraut, Donnerkugel, Dornkraut, Keuchblätter, Teufelsapfel, Tollkraut, Weißer Stechapfel
Der Stechapfel ist ein 30-100cm hohes Kraut mit eiförmig, buchtig gezähnten Blättern. Die weiß-hellvioletten, trompetenförmigen Blüten erscheinen zwischen Juni-Oktober einzeln in den Gabeln der Blattstiele. Die walnußgroßen Früchte sind stachlige Kapseln mit schwarzem Samen.
L-Hyoscyamin, Atropin (D,L-Hyoscyamin), Scopolamin
Ein Gehalt von ca. 75mg je kg Futter pro Tag führte nach zehntägiger Aufnahme zu klinischen Symptomen.
Gärten, Felder, Wegränder
Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:



  Inhaltsstoffe:


  Lethale Dosis:
  Standort:
Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae)
Duwock, Haarmoos, Kuhmoos, Kuhtod, Pferdeschwanz, Schaftheu
Der Sumpfschachtelhalm ist eine 20-60cm hohe, ausdauernde Pflanze bzw. ein Farn, deren Stengel bis 8mm dick ist. An der Spitze des grünen Stengels befindet sich die braune Sporenähre, deren Sporen man im Juni-Oktober sehen kann.
Alkaloide Palustrin (Equisetin), Palustridin, Enzym Thiaminase, Aconitsäure, Spuren von Nicotin, Saponin, Kieselsäure und Oxalsäure.
Heu mit 20% Sumpfschachtelhalm-Anteil während ca. 1 Monat
Sümpfe, nasse Wiesen, Ufer
Tabak (Nicotiana tabacum)

  Familie:
  weitere Namen:
  Beschreibung:





  Inhaltsstoffe:

  Lethale Dosis:
  Standort:
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Echter Tabak, Virginischer/Virginia Tabak
Der Tabak ist eine bis 2m hohe, einjährige Pflanze mit großen, länglich-elliptischen, kurzgestielten Blättern. Die Blüten sind glockig-trichterförmig mit kaminroter Krone und grünem Kelch, welche man zwischen Juli-September sehen kann. Die Früchte sind eiförmige Kapseln mit zahlreichen kleinen Samen darin.
Pyridinalkaloide Nicotin (Gehalt in den Blättern 0,6-9%), Anabasin, Anatabin
300-1200g getrocknete Tabakblätter
Kulturpflanze
Tollkirsche, Schwarze (Atropa bella-donna)

  Familie:
  weitere Namen:

  Beschreibung:




  Inhaltsstoffe:
  Lethale Dosis:
  Standort:

Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Tollkraut, Wolfs/Teufels/Schwindelkirsche, Schönmädchen, Saukraut, Rasewurz, Irr/Toll/Wutbeere, Taumelstrauch
Die Tollkirsche ist eine 50-150cm hohe, ausdauernde Staude mit wechselständigen, eiförmig-elliptischen Blättern. Die braunroten Blüten sind 5zipflig, glockenförmig und zwischen Juni-August zu sehen. Die kirschengrossen Früchte sind glänzend schwarze Beeren, die in einem grünem Kelch sitzen.
Hyoscyamin, Atropin, Scopolamin, Cholin, Cumarinstoffe
120 bis 180g getrocknete Blätter bzw. 180g Wurzel
An Waldwegen, schattige Bergwälder, lichte Laubwälder, steinige Gebüsche

Zum Seitenanfang


Quellen
+
Fotomaterial:

























Giftpflanzendatenbank der Universität Zürich - Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie
(Nur für die Bestimmung der Letalen Dosis und die Inhaltsstoffe verwendet, die Informationen
über die Pflanzen stammen aus den folgenden Büchern!!!)

www.botanikus.de - Mit bestem Dank an Marina & Uwe Lochstampfer für die Erlaubnis
die folgenden Bilder zu veröffentlichen: Kartoffel, Tabak und Lorbeer

Bunte Reihe Natur "Bäume und Sträucher" / Joachim Zech
Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., 1989; ISBN 3-8112-1016-5

Bunte Reihe Natur "Gartenblumen" / Georg Rein
Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., 1989; ISBN 3-8112-1017-3

Bunte Reihe Natur "Heil- und Giftpflanzen" / Ulrich Rüdt
Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., 1989; ISBN 3-8112-1018-1

Bunte Reihe Natur "Wildblumen" / Dietmar Aichele
Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., 1989; ISBN 3-8112-1022-X

Das Pferd von A-Z: Rassen, Zucht, Haltung / Gerhard Kapitzke
4. Auflage – München; Wien; Zürich: BLV, 1993; ISBN 3-405-13275-4

Die Pflanzen unserer Heimat / Gunter Steinbach
München: 1999/2000 - ADAC Verlag und Verlagshaus Stuttgart in der Bertelsmann-Lexikon Verlag GmbH
Genehmigte Sonderausgabe für Verlag Das Beste GmbH Stuttgart, Zürich, Wien

Pferde A-Z: Rassen, Reitlehre, Pferdesport, Haltung u. Pflege / Edel Marzinek-Späth
[I11.: Hans Held]. - München: Franz Schneider Verlag GmbH, 1988; ISBN 3-505-09750-0